Standesamt und kirchliche/freie Trauung – Am gleichen Tag oder lieber getrennt?

Bei der Planung seiner Trauung und der anschließenden Hochzeitsfeier kommt man unweigerlich an den Punkt einen Termin beim Standesamt für eine offizielle Eheschließung zu machen. Wichtig hierbei ist für jedes Brautpaar: Eine standesamtliche Eheschließung ist in Deutschland Pflicht und euer gewähltes Datum wird als euer offizieller Hochzeitstag eingetragen.

Hat ein Brautpaar einen Termin ins Auge gefasst und diesen gebucht kommt eine weitere Frage auf, welche die Planung des Brautpaares deutlich beeinflussen wird. Soll nach der standesamtlichen Termin auch direkt im Anschluss die kirchliche oder freie Trauung stattfinden? Oder sollte man diese beiden Trauungen trennen und an unterschiedlichen Tagen stattfinden lassen? Wir haben uns mit dieser Frage für euch auseinandergesetzt und möchten euch die Vor- und Nachteile aufzeigen, solltet ihr planen beide Termine an einem Tag stattfinden lassen zu wollen.

Brautpaar & Trauzeugen im Standesamt
Das Brautpaar steht zusammen mit ihren Trauzeug:innen und engen Verwandten im Standesamt

Vorteile einer Kombination von Standesamt und freier/kirchlicher Trauung

1.Kostenfaktor: Einer der Punkte, welche für viele Brautpaare am wichtigsten ist, sind die aufkommenden Kosten. Solltet ihr euch dafür entscheiden eure standesamtliche und kirchliche/frei Trauung auf den gleichen Tag zu legen, werden deutlich weniger kosten auf euch zukommen. Dies hat den einfachen Grund, dass Dienstleister wie Fotografen, ein Chauffeurservice, das gemietete Hochzeitsauto und weitere Dienstleister lediglich für nur einen Tag buchen.

2. Weniger Mehraufwand: Zudem habt ihr nicht das Problem bestimmte Events mehrfach ausrichten zu müssen, wie zum Beispiel einen Sektempfang an der standesamtlichen und am zweiten Datum noch einmal an der Kirche oder an dem von euch gewählten Ort an dem ihr euch das Ja-Wort zeremoniell geben möchtet. Somit würdet ihr neben dem einsparen von zusätzlichen Kosten auch einen geringeren Mehr- und Planungsaufwand haben, da nur ein Event einmalig ausgerichtet werden muss.

3. Das Datum eures Hochzeitstags: Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Hochzeitstag. Denn wie bereits erwähnt gilt der Tag der standesamtlichen Trauung als euer offizieller Hochzeitstag. Durch die Trauungen an zwei Tagen haben viele Paare somit auch zwei Hochzeitstage, verbinden aber mit der kirchlichen/freien Eheschließung deutlich mehr Emotionen als mit der im Standesamt.

4. Anreise & Verfügbarkeit der Gäste: Ein Vorteil für eure Gäste bei der Kombination beider Trauungen ist eine einmalige Anreise bzw. das freihalten eines einzigen Termins für eure Hochzeit. Oft kommt es vor, dass einige Gäste lediglich an einem Tag Zeit haben oder auch die Anreise für ältere Menschen oder weit entfernt wohnenden einmalig günstiger und weniger stressig ist.

5. Ein Outfit/Styling: Ihr habt die Wahl ob ihr an diesem besonderen Tag euch für ein Outfit bzw. ein Braut MakeUp entscheiden möchtet. Auch hierdurch werden kosten deutlich reduziert, da ihr euch im Endeffekt nur für ein Kleid mit dem passenden Make Up entscheidet, welches ihr dann den ganzen Tag übertragen könnt

Die Nachteile einer Kombination von Standesamt und freier/kirchlicher Trauung

1. Präzise Planung mit engem Zeitfenster: Der Grund warum viele sich nicht für zwei Hochzeitstermine am gleichen Tag entscheiden ist die Planung. Am Anfang klingt es noch recht klein, wenn man den Punkt „Standesamt“ in die bereits lange Planungsliste aufnimmt. Jedoch hängt an diesem Planungspunkt noch einiges mehr als die eingeplanten bzw. vorgegeben Stunde in der ihr euch offiziell das Ja-Wort gebt. Die Anfahrt, ein eventuelles First-Look Shooting oder der Wechsel des Kleides, solltet ihr euch für zwei unterschiedliche Kleider entscheiden, ziehen das ganze noch einmal mehr in die Länge. Aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich den ganzen Tag präzise zu planen und diesen Plan auch einzuhalten was zu einem deutlich höheren Stressfaktor durch das enge Zeitfenster mit sich bringt.

2. Mehr Stress & Zu wenig Pausen: Durch das bereits erwähnte eng geplante Zeitfenster werden Pausen oder die freie Zeit zwischen den verschiedenen Events wie Standesamt, Kirche, Brautpaarshooting und der Hochzeitsfeier deutlich kleiner. Ihr müsst damit rechnen schon sehr früh auf den Beinen zu sein und bis in die späten Abendstunden aktiv eure Gäste zu bewirten, Termine wahrzunehmen aber auch eure Hochzeit zu feiern. Das kann schnell dazu führen, dass man am Ende des Abends schlapp und K.O ist und die Feier gegen Ende nicht mehr vollständig genießen kann.

3. Was ist mit den Gästen? Wenn ihr bereits zu eurer standesamtlichen Trauung mehrere Gäste einladet stellt sich schnell die Frage was diese machen sollen um sich die Zeit bis zur Kirchlichen/freien Heirat zu vertreiben bzw. zu überbrücken? Ihr werdet entweder mit weiteren Vorbereitungen oder eurem Paarshooting und weiteren wichtigen Terminen beschäftigt sein, eure Gäste werden jedoch nach dem Besuch beim Standesamt keine Beschäftigung haben bis der Terminplan mit euch zusammen fortgesetzt werden kann. Wenn zudem Gäste von weiter weg angereist sind oder ein hohes Alter erreicht haben kann dies schnell zu Unruhen führen und zu einem Problem werden, welches ihr bereits im Voraus einplanen bzw. lösen müsst.

Tipps für eine bessere Planung

Um euch ein klein wenig unter die Arme zu greifen, solltet ihr euch für eine doppelte Trauung am gleichen Tag entscheiden haben wir hier ein paar kurze Tipps für euch.

1. Standesamt im kleinen Rahmen: Es empfiehlt sich für den standesamtlichen Termin lediglich die enge Familie oder auch nur die Trauzeugen einzuladen. Dadurch habt ihr weniger Probleme mit wartenden Gästen und der Termin an sich kann reibungsloser ablaufen und ihr habt ein wenig mehr Spielraum zwischen den beiden Events.

2. Ein Jahr warten: Einige Paare denen es sehr wichtig ist, dass sie nur einen einzigen Hochzeitstag haben planen ihre zweite Trauung genau ein Jahr später am selben Datum. Dadurch bleibt der Hochzeitstag weiterhin einmalig und ihr habt zudem ein weiteres Jahr Zeit die emotionalere bzw. das symbolische Trauung und die anschließende Feier zu planen.

Im Endeffekt ist die wichtigste Entscheidung für euch, ob ihr mit dem Stress klarkommt, welche die Zusammenlegung beider Trautermine auf einen Tag mit sich bringt. Oft ist es nämlich genau dieser Punkt, welches die Brautpaare davon abhält eine standesamtliche und kirchliche oder freie Trauung am selben Tag zu veranstalten, da sie mit dem zusätzlichen Stress nicht zurecht kommen. Andere Paare wiederum lieben es zu planen und können mit einem zusätzlichen Trautermin umgehen. Wir hoffen wir konnten euch mit diesem Beitrag helfen euch zu entscheiden und wünschen euch an beiden Trauungen einen wunderschönen Tag!

Euer ZWAYT-Team

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